• Reformationsjubiläum


      Wenn man 500 Jahre nachdenkt ….und dann dem Denken gedenkt …..

      darf man sich nicht wundern,

      dass der Denker nur noch wenige sind

      Die paar, die noch geblieben sind, bedürfen sicherlich nicht dessen, gerühmt zu werden, dass sie noch da sind, denn wenn dies so wäre, wären sie schon lange nicht mehr da, obschon noch mitgezählt, weil anwesend, manchmal, aber doch schon gegangen, weil nichts mehr da wäre, was bleibt und zum Bleiben reizt.

      Kirche hat Angst, Angst vorm Weggehen ihrer Member (Mitglieder), weil sie sich nicht mehr ihrer Botschaft erinnert (remember), sondern stattdessen bloß noch derer, die sie hören sollten, weil sie ihnen gesagt wird.

      Verkehrte Welt. Die Hörer der Botschaft werden zum Inhalt der Botschaft. Und so wird die Botschaft am Bleiben (oder Kommen) ihrer Mitglieder gemessen, ohne ihnen zu sagen, warum sie bleiben, oder kommen sollten.

      Kompliziert?

      Kirche hat keine Gottesfurcht mehr, weil sie Angst vor dem Tun und Lassen ihrer Mitglieder hat.

      Wie kommt das?

      Kirche hat aufgehört theologisch zu sein, sie verbreitet noch Theologie im Gedenken an ihre Bestimmung, hat sich aber in Wirklichkeit von ihrer Bestimmung zu einem Gebilde entwickelt, das sich in seinem Konzerndenken selber abgewickelt.

      Kirche und studierte Theologen finden nicht mehr zusammen.

      Es entsteht ein Mangel, den man aber in Wahrheit gut aushält, weil er dem Religionskonzern keine kritische Begleitung mehr ist und somit der hemmungslosen und trostlosen Strukturdebatte nicht mehr ins Wort fällt.

      Genug der Klage.

      Es gibt sie noch, die Kirche, die Theologie, die auf beide gestützte Verkündigung und die Jubiläumsgelegenheit unsere Botschaft zu sagen.

      Paulus im Römerbrief (Röm 10, 9+10 )

      9 Denn, wenn du mit deinem Munde bekennst,

      dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass

      ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

      10 Wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht;

      und wer mit dem Munde bekennt wird selig.


      Das war der Wortlaut der neuen Lutherbibel, feierlich vorgestellt, wo es in das große Jubiläumsjahr der Reformation geht. Und jetzt kommt das Wichtige: Sie kam mit der Post zu allen, die in haupt- oder ehrenamtlichen Diensten am Wort Gottes stehen, ein Geschenk, das mich ob seiner tiefen Sinnhaftigkeit ehrlich gerührt hat.

      Die Sprache des Reformators wieder deutlicher herüber zu bringen und damit der Versuch dem theologischen Beliebigkeitsspiel der vielen Wörter, ein Wort entgegen zu setzen.

      Seit langem das Gefühl wieder zu spüren, dass es gut ist, noch dazu zu gehören, wo doch dieses Gefühl leidgeprüft sich oft und nachhaltig versteckt hielt.

      Jesus Kyrios (Jesus, HERR)

      Dass wir von Jesus als von einem Menschen reden hören ist nichts anderes, als das Instrument des Gottessohnes. Das Menschsein Jesu und so wie von ihm erzählt wird als von einem Menschen, existiert von Anfang an nur in diesem Zusammenhang, nur in dieser Bestimmung und unter dieser Bedingung.

      Zwei Kommunikationswege sind geöffnet.

      Das Konkordienbuch von 1580 präzisiert die kurze Formel dieses christologischen Dogmas (Jesus, Kyrios = Jesus, HERR)

      So teilt in Christus die Menschheit mit der Gottheit ihre Leiblichkeit, Leidensfähigkeit und Begrenztheit, während umgekehrt die Gottheit in Christus mit ihrer Ewigkeit der Menschheit Anteil an göttlicher Weltherrschaft und Universalität gibt.

      Das Mitteilen der Eigenschaften als Befindlichkeit ist nicht Information, sondern Teilgabe und Teilnahme.

      Wenn wir Jesus Christus sagen, geben wir uns dem Göttlichen hin und sind als Menschen Teil von Gott, das er behält und aushält. Christus ist bedingungslose Gemeinschaft von Gottheit und Menschheit, ist Hingabe, ist Opfer, ist Liebe, ist PARADOX.

      „Jesus KYRIOS“ ist die Kommunion von Gott und Mensch.

      Gott offenbart sich nicht im inkarnierten Christus, sondern geht in ihm unbedingte Gemeinschaft mit der Menschheit ein.

      Gott teilt in Christus nicht etwas über sich selbst mit, sondern er gibt sich in Christus der Menschheit hin, wie er in Christus deren Hingabe aufnimmt.

      Durch diese wechselseitige Hingabe verändert Gott sein Wesen. Gott wandelt sich in Christus zur Gemeinschaft mit der Menschheit, weshalb in Christus auch die Menschheit gewandelt wird zur Gemeinschaft mit der Gottheit.

      Nur in und durch Christus gilt, dass Gott sich der Menschheit bedingungslos hingibt; und nur in Christus ist der Sünder gerechtfertigt.

      Diese Begegnung Gottes und des Menschen ist „HEILSAM“

      Dieses Heil, das uns in Jesus Christus geschenkt ist, gilt es verkündigend zu bewahren. Es ist nur im Tun da, also praktisch und lebendig und auch deshalb mit Fehlern, aber da. Luther sagte über seine Bibelübersetzung einmal: Die Bibel ist kein Lesebuch, sondern ein Lebensbuch. Und daher angewiesen, dass wir als Gemeinde Leben miteinander teilen in Jesus Christus.

      Reformationsjubiläum


      Wenn man 500 Jahre nachdenkt ….und dann dem Denken gedenkt …..

      darf man sich nicht wundern,

      dass der Denker nur noch wenige sind

      Die paar, die noch geblieben sind, bedürfen sicherlich nicht dessen, gerühmt zu werden, dass sie noch da sind, denn wenn dies so wäre, wären sie schon lange nicht mehr da, obschon noch mitgezählt, weil anwesend, manchmal, aber doch schon gegangen, weil nichts mehr da wäre, was bleibt und zum Bleiben reizt.

      Kirche hat Angst, Angst vorm Weggehen ihrer Member (Mitglieder), weil sie sich nicht mehr ihrer Botschaft erinnert (remember), sondern stattdessen bloß noch derer, die sie hören sollten, weil sie ihnen gesagt wird.

      Verkehrte Welt. Die Hörer der Botschaft werden zum Inhalt der Botschaft. Und so wird die Botschaft am Bleiben (oder Kommen) ihrer Mitglieder gemessen, ohne ihnen zu sagen, warum sie bleiben, oder kommen sollten.

      Kompliziert?

      Kirche hat keine Gottesfurcht mehr, weil sie Angst vor dem Tun und Lassen ihrer Mitglieder hat.

      Wie kommt das?

      Kirche hat aufgehört theologisch zu sein, sie verbreitet noch Theologie im Gedenken an ihre Bestimmung, hat sich aber in Wirklichkeit von ihrer Bestimmung zu einem Gebilde entwickelt, das sich in seinem Konzerndenken selber abgewickelt.

      Kirche und studierte Theologen finden nicht mehr zusammen.

      Es entsteht ein Mangel, den man aber in Wahrheit gut aushält, weil er dem Religionskonzern keine kritische Begleitung mehr ist und somit der hemmungslosen und trostlosen Strukturdebatte nicht mehr ins Wort fällt.

      Genug der Klage.

      Es gibt sie noch, die Kirche, die Theologie, die auf beide gestützte Verkündigung und die Jubiläumsgelegenheit unsere Botschaft zu sagen.

      Paulus im Römerbrief (Röm 10, 9+10 )

      9 Denn, wenn du mit deinem Munde bekennst,

      dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass

      ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

      10 Wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht;

      und wer mit dem Munde bekennt wird selig.


      Das war der Wortlaut der neuen Lutherbibel, feierlich vorgestellt, wo es in das große Jubiläumsjahr der Reformation geht. Und jetzt kommt das Wichtige: Sie kam mit der Post zu allen, die in haupt- oder ehrenamtlichen Diensten am Wort Gottes stehen, ein Geschenk, das mich ob seiner tiefen Sinnhaftigkeit ehrlich gerührt hat.

      Die Sprache des Reformators wieder deutlicher herüber zu bringen und damit der Versuch dem theologischen Beliebigkeitsspiel der vielen Wörter, ein Wort entgegen zu setzen.

      Seit langem das Gefühl wieder zu spüren, dass es gut ist, noch dazu zu gehören, wo doch dieses Gefühl leidgeprüft sich oft und nachhaltig versteckt hielt.

      Jesus Kyrios (Jesus, HERR)

      Dass wir von Jesus als von einem Menschen reden hören ist nichts anderes, als das Instrument des Gottessohnes. Das Menschsein Jesu und so wie von ihm erzählt wird als von einem Menschen, existiert von Anfang an nur in diesem Zusammenhang, nur in dieser Bestimmung und unter dieser Bedingung.

      Zwei Kommunikationswege sind geöffnet.

      Das Konkordienbuch von 1580 präzisiert die kurze Formel dieses christologischen Dogmas (Jesus, Kyrios = Jesus, HERR)

      So teilt in Christus die Menschheit mit der Gottheit ihre Leiblichkeit, Leidensfähigkeit und Begrenztheit, während umgekehrt die Gottheit in Christus mit ihrer Ewigkeit der Menschheit Anteil an göttlicher Weltherrschaft und Universalität gibt.

      Das Mitteilen der Eigenschaften als Befindlichkeit ist nicht Information, sondern Teilgabe und Teilnahme.

      Wenn wir Jesus Christus sagen, geben wir uns dem Göttlichen hin und sind als Menschen Teil von Gott, das er behält und aushält. Christus ist bedingungslose Gemeinschaft von Gottheit und Menschheit, ist Hingabe, ist Opfer, ist Liebe, ist PARADOX.

      „Jesus KYRIOS“ ist die Kommunion von Gott und Mensch.

      Gott offenbart sich nicht im inkarnierten Christus, sondern geht in ihm unbedingte Gemeinschaft mit der Menschheit ein.

      Gott teilt in Christus nicht etwas über sich selbst mit, sondern er gibt sich in Christus der Menschheit hin, wie er in Christus deren Hingabe aufnimmt.

      Durch diese wechselseitige Hingabe verändert Gott sein Wesen. Gott wandelt sich in Christus zur Gemeinschaft mit der Menschheit, weshalb in Christus auch die Menschheit gewandelt wird zur Gemeinschaft mit der Gottheit.

      Nur in und durch Christus gilt, dass Gott sich der Menschheit bedingungslos hingibt; und nur in Christus ist der Sünder gerechtfertigt.

      Diese Begegnung Gottes und des Menschen ist „HEILSAM“

      Dieses Heil, das uns in Jesus Christus geschenkt ist, gilt es verkündigend zu bewahren. Es ist nur im Tun da, also praktisch und lebendig und auch deshalb mit Fehlern, aber da. Luther sagte über seine Bibelübersetzung einmal: Die Bibel ist kein Lesebuch, sondern ein Lebensbuch. Und daher angewiesen, dass wir als Gemeinde Leben miteinander teilen in Jesus Christus.